Sachsen ist längst muslimisch

… unter diesem Titel erschien am 05.02. 16 ein Artikel in der Sächsischen Zeitung. Dieser wirft für mich einige Fragen auf. Kann man es wirklich daran mit festmachen, dass „ am Hof Augusts des Starken […] Türkenmode der Hit“ war? Es wird auch darauf verwiesen, dass „seit Jahrhunderten […] es Kontakte in den Orient, sei
es nun in Form von Kriegen, von Diplomatie, Handel oder Kulturtransfer“ gibt. Wo haben Kriege den Islam bei uns „heimisch“ gemacht?
Schaut man sich die Verteilung der Religionen in Deutschland an, fragt man sich, wo in Sachsen ist der Islam. Laut „Religionen in Deutschland“ auf wikipedia sind in Sachsen 3,6 % der Bevölkerung katholisch, 20,7 % protestantisch und die restliche Bevölkerung ist konfessionslos oder gehört anderen Glaubensrichtungen an. Der Artikel beziffert den Anteil von Muslimen in Sachsen mit 0,7 %. Bei einer Bevölkerung von ca. 4,3 Millionen sind das ca. 30.000. Der Glaube an Allah wird nur von 0,48 % (ca. 20.600) praktiziert. Wieso ist dann Sachsen längst muslimisch, müsste es nicht eher, entsprechend den Mehrheitsverhältnissen, längst konfessionslos sein? Ein Bundesland mit dem Glaubensbekenntnis einer absoluten Minderheit zu charakterisieren, wirft für mich mehr Fragen auf, als damit beantwortet werden können.

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