Klimagipfel, Klimawandel, Klimalüge

Das Thema Klima ist in aller Munde, zumindest in den Medien. Was können wir dagegen tun, also nicht gegen das Klima, sondern es soll gegen den Anstieg desselben erfolgen. Wir alle Bewohner auf dem Planeten Erde sind die Bösen, welche das Klima ruinieren. Mit der Nutzung von Pkw, Öl- und Gasheizung und Verbrennung von Kohle und Holz, sind heutzutage wir Bürger dieses Landes zu höchst rückständig.
Es soll das Zeitalter der Dekarbonisierung beginnen. Den sogenannten „erneuerbaren Energien“ soll der Zugang mit allen politischen Mitteln ermöglicht werden.
Ende 2015 fand die UN-Klimakonferenz statt. Es ging um die Reduzierung des Temperaturanstieges und die Begrenzung der Treibhausgase bis 2060 auf Null.
So weit, so gut.
Bei der Konferenz hat man aber, wahrscheinlich, „nicht absichtlich“, einen politischen Faktor vergessen.

Klimagipfel in Paris. Ist eine phantastische Stadt. Auch die Ergebnisse?
„Erstmals einigten sich 195 Staaten auf dem Klimagipfel COP 21 in Paris am 12.12.2015 auf ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen, das Verpflichtungen für alle enthält. Die Weltgemeinschaft verpflichtet sich darin einerseits auf ein Paket für ernsthaften Klimaschutz und das Ende von Kohle, Öl und Gas zur Mitte des Jahrhunderts. Andererseits hat sie ein Solidaritätspaket für diejenigen vereinbart, die von den Folgen des bereits stattfindenden Klimawandels besonders betroffen sind. In beiden Bereichen bleibt zu den Zielsetzungen und zur Umsetzung noch viel zu tun…

2050 soll die Dekarbonisierung abgeschlossen sein.
Was heißt das für uns?

Keine auf Erdöl oder -gas basierende Transportmittel mehr.
Keine auf Erdöl oder -gas basierende Heizungen mehr.
Keine Einwegspritzen oder -handschuhe mehr in der medizinischen Betreuung.
Etc.

Wir müssen/sollen den CO2-Ausstoß verringern. CO2 ist ein für das Wachstum der Pflanzen wichtiges Element. Es werden in Deutschland täglich ca. 50 ha versiegelt, kein Pflanzenwachstum mehr möglich. Der Regenwald als ökologisches „Heilmittel“ wird für die „nachhaltige“ Produktion von Palmöl, für die Lebensmittelindustrie und für Bio-Diesel, vernichtet. Genau diese Pflanzen tragen aber zur Begrenzung von CO2 bei. Den dieses Element ist verantwortlich für das Wachstum von Pflanzen.

Der Verkehr ist auch ein Thema. Zur Zeit fahren ungefähr 53 Mill. Pkw. auf unseren Straßen. Wie will man diese auf „erneuerbare Energien“ umstellen wollen?
Nimmt man ein Fahrzeug mit 20 kW Leistung bedeutet es, dass eine Energie/Leistung von rund 1.000 GW zur Verfügung stehen muss. Ist jetzt rein theoretisch betrachtet. 2014 lag laut Wikipedia die installierte Kraftwerksleistung bei rund 186 GW. Man müsste bei einer Umstellung des jetzigen Pkw-Aufkommens ca. das 5-fache der 2014 installierten Kraftwerksleistung bereitstellen. Schon ein Kleinwagen vom Typ Citroën C-Zero wird mit 49 kW angegeben. Jeder kann selber rechnen, in welche Höhen die bereitgestellte Energie treibt.

Neben dem motorisierten Individualverkehr gibt es ja auch noch den kommerziellen Verkehr zu Land, Luft und Wasser. In der TV-Doku-Serie „Verrückt nach Meer“ sagte der Kapitän, dass bei einer Geschwindigkeit von ca. 33 km/h das Schiff 2.000 l Kraftstoff verbraucht. Im Internet gibt es die aussage, dass 16 der größten Kreuzfahrschiffe im Jahr genauso viel verbrauchen wie 750 Mill. Autos (weltweit gibt es ca. 1,3 Mrd.).
Ich wage es nicht, diesen Verbrauch auf „erneuerbare Energien“ umzurechnen.

Zu diesen gesagten Themenanschnitten, gibt es auch noch eine politische „Klimavariante“. Man will weg von russischem Gas. Der über Jahrzehnte hinweg verlässliche Lieferant soll/muss (wer bestimmt das eigentlich) aus Europa verdrängt werden. Gott lob, haben wir unsere Freunde in Übersee, welche eine Lösung, in Zusammenarbeit mit der EU natürlich (man braucht jemanden, den man was diktieren kann) gefunden haben. Flüssiggas aus aller Herren Länder. Die EU-Kommission führt Gespräche über LNG-Importe mit Kanada, den USA, Australien, Japan, Nigeria und Algerien. Wird natürlich wesentlich zur Reduzierung des „CO2-AUSSTOSS“ führen, da diese Schiffe nicht mit Schweröl fahren. Polen hat ein entsprechendes LNG-Terminal eingeweiht. Es bekommt LNG aus Katar. Damit ist es Vorreiter. Eine Ladung reicht für 2 Tage im Winter. Das Schiff ist 30 Tage unterwegs (nur von Katar nach Polen). Polen hat 123 Einwohner/km², Deutschland 228 Einwohner/km². In der BRD müssten also fast täglich Schiffe aus Übersee ankommen, um den Bedarf an Gas zu decken.

Ein Wort noch zu den „erneuerbaren Energien“. Entweder wird Energie verbraucht oder nicht. Die Sonne verbraucht ihre Energie um unseren Planeten zu erwärmen, je nach Stand derselben. Sie ist aber genauso endlich wie andere Energieträger (Kohle, Erdöl,Erdgas, etc.). Dauert „nur“ etwas länger bis sie verbraucht ist. Auch Wind ist endlich. „Knallt“ er gegen das Windrad und setzt es in Bewegung, ist die dazu verwendete Energie in mechanische umgewandelt, danach in elektrische. Hinter dem Flügel ist Flaute.

Ich weiß, dass meine Betrachtungen nur rein rechnerisch angestellt wurden. Wir sollten einmal darüber nachdenken, was brauchen wir an Energie? Es geht nicht um sparen auf Teufel komm raus, sondern um eine effiziente Anwendung dieser. All das, was ich in dem Text niedergeschrieben habe, ist nur auf die Nutzung der Energie ausgerichtet. Welche Energie, sollten wir auf die traditionellen verzichten, ermöglicht es uns, erst einmal die technischen Möglichkeiten zu erschaffen, dass wir „elektrisch“ fahren, reisen, heizen, uns insgesamt genauso wohlfühlen können, wie mit der Nutzung von Kohlenwasserstoffen. Oder sollen/wollen wir das gar nicht mehr?

Es gab schon gute Ansätze. Zum Beispiel das Buch von Ernst. U. von ‚Weizsäcker „Faktor 4 – Doppelter Wohlstand – halbierter Naturverbrauch“ aus dem Jahr 1995. Auch die Fortführung des Autors mit seinem Buch „Faktor 5 – Die Formel für nachhaltiges Wachstum“ sollte nicht unbeachtet bleiben.

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