Kein Schritt nach vorn?

Die „junge welt“ hat heute einen Artikel, leider kostenpflichtig, unter der Überschrift „Kein Schritt nach vorn“ zum Thema „Ehe für Alle“ veröffentlicht.

Besonders der letzte Absatz hat bei mir ein gewisses Sodbrennen ausgelöst:

„Für linke Lesben, Schwule und auch Heterosexuelle kann es fortan gesellschaftspolitisch nur darum gehen, der Ehe, sprich der rückständigsten und romantisiertesten Form des Zusammenlebens Paroli zu bieten. Der Kampf für eine vollumfängliche rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung aller Lebensformen geht mit der Einführung der »Ehe für alle« keineswegs zu Ende. Er fängt nun erst richtig an.“

34,8 Mill. Menschen werden als rückständigst bezeichnet. Sind immerhin 42 % der Bevölkerung. Geht jetzt die Deutungshoheit von Minderheiten aus? Wollen Minderheiten die Mehrheit bestimmen? Welche Lebensformen sollen denn gleichgestellt werden? Alle nur denkbaren, auch die absurdesten? Zusammenleben Paroli bieten, heißt doch auch eliminieren, oder?

Ist es nicht eher eine Fehlentwicklung, dass Beziehungs- und Bindungsfähigkeit immer mehr zurück geht? Zwischenmenschlich der Egotrip das Nonplusultra bedeutet. Ego über alles?

 

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