Sind wir noch zu retten (1)?

Gender Pay Gap

Besonders auffällig ist die immer wiederkehrende Mär von den 21 % Gehaltsunterschied. Man nimmt die unbereinigten Daten (Summe Gehälter Männer und Summe Gehälter Frauen, geteilt durch die jeweilige Anzahl der Bezieher) und schon hat man einen Gehaltsunterschied von 21 % zwischen Männern und Frauen zu Ungunsten der Frauen. Diese Diskriminierung der Frau muss natürlich beseitigt werden. Was interessiert es, wenn der Urheber der Daten, das Statistische Bundesamt (Destatis), selbst feststellt, dass durch Bereinigung, also Aufschlüsselung nach Arbeitszeit, Qualifikation etc., ein Unterschied von ca. 7 % über bleibt. Wird die Tiefe der Aufschlüsselung weiter erhöht, z.B. Familienplanung, Erziehungszeiten usw., reduziert es sich auf 2 – 3 %. Was schon ein statistisches Rauschen sein kann. Das Bundesamt betont auch, dass dieser geringe Prozentsatz kein Nachweis für eine Diskriminierung ist. Trotzdem wird die 21 % – Sau weiter durch´s Dorf getrieben. Soll es so werden, dass eine teilzeitbeschäftigte Putzfrau, ist eine sehr ehrenwerte Tätigkeit, den gleichen Monatslohn erhält, wie ein vollzeitbeschäftigter Ingenieur?

Letztens las ich in Wikipedia über den GPG. Es verwundert das politische Interesse für einen unbereinigten Gehaltsunterschied von 21 %, da der „Gender Pay Gap“ bei Selbständigen mit ca. 44 % angegeben wird. Hier hört man aber nichts von Diskriminierung.

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